Softwarearchitektur

Eine fotografische Geschichte der Softwarearchitektur von 1970 bis heute

M. Gerber 3. August 2026

Im Jahr 1971 setzte das erste Team auf modulare Softwarearchitektur – ein Ansatz, der sich als langlebig erwies. Die Geschichte der Softwareentwicklung ist gespickt mit Momentaufnahmen, die den Wandel von Methoden und Werkzeugen eindrücklich dokumentieren. Fotos von Arbeitsplätzen, Teams und Code-Snippets spiegeln nicht nur den technischen Fortschritt, sondern auch den Geist der jeweiligen Zeit wider. Prinzip: Architektur folgt immer den Möglichkeiten, die Teams bereit sind, gemeinsam auszuloten.

Team am Whiteboard diskutiert Architektur
Architekturentscheidungen am Whiteboard

Im Jahr 1984 versammelte sich das Entwicklerteam einer Schweizer Bank regelmäßig um ein Whiteboard, um Architekturentscheidungen gemeinsam zu treffen. Damals galt: Jede Komponente wurde visualisiert, diskutiert und erst nach reiflicher Überlegung in die Software aufgenommen. Zitate aus den Sitzungsprotokollen belegen, dass der Austausch von Argumenten wichtiger war als Hierarchien. Die gemeinsame Dokumentation am Whiteboard legte die Basis für spätere Wartungsfreundlichkeit.

Historisches Code Review in den 90ern
Code Reviews als Qualitätssicherung

Anfang der 1990er Jahre wurden Code Reviews als tägliche Routine etabliert. In einem Zürcher Softwarehaus trafen sich Entwickler nachmittags, um gemeinsam die neuesten Änderungen zu prüfen. Die Protokolle dieser Sitzungen zeigen, dass vor allem die Diskussion über Verständlichkeit und Fehleranfälligkeit im Mittelpunkt stand. „Ein guter Review ist kein Selbstzweck, sondern gelebte Qualitätskontrolle“, hieß es damals im Team-Manifest.

Mainframe-Raum in den 1970ern
Mainframes und die ersten Teams

Im Jahr 1976 arbeiteten Softwareingenieure an Großrechnern, deren Wartung und Betrieb höchste Sorgfalt erforderte. Fotos aus den Kontrollräumen zeigen konzentrierte Teamarbeit und minutiöse Dokumentation. Jeder Schritt wurde schriftlich festgehalten, um spätere Nachvollziehbarkeit zu sichern. Diese Disziplin prägte das Rollenverständnis von Entwicklern über Jahrzehnte und bildet noch heute die Basis für verlässliche Softwarearchitekturen.

Jede Etappe der Softwarearchitektur ist geprägt von geteiltem Wissen, Disziplin und Teamgeist, was bis heute die Stabilität und Wartbarkeit von Systemen sichert.